{"id":13481,"date":"2026-02-20T16:13:03","date_gmt":"2026-02-20T15:13:03","guid":{"rendered":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/?post_type=portfolio&#038;p=13481"},"modified":"2026-02-20T16:13:14","modified_gmt":"2026-02-20T15:13:14","slug":"urfaust","status":"publish","type":"portfolio","link":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/urfaust\/","title":{"rendered":"Urfaust"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13482\" srcset=\"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-scaled.jpg 2560w, https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-400x267.jpg 400w, https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-800x533.jpg 800w, https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-768x512.jpg 768w, https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Urfaust-WF-20260128_L5D5289_4K-1320x880.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Klaus Gram\u00fcller, Ute Menzel, Kristin Heil<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der alte Faust ist zerrissen. Schwankend zwischen Leben und Tod \u2013 lebensm\u00fcde \u2013 sucht seine Vergangenheit ihn heim. Es ist ein unwirklicher Zustand im flackernden Neonlicht eines Krankenzimmers, in dem Faust erwacht. Tr\u00e4umt er, dass Mephisto h\u00f6chstpers\u00f6nlich sich zu ihm aufs Bett setzt und von den Abgr\u00fcnden des Daseins erz\u00e4hlt? Sind seine beiden j\u00fcngeren Wiederg\u00e4nger <em>tats\u00e4chlich <\/em>Krankenpfleger und Oberarzt, die ihn aus ihrer Glaskabine beobachten und beim Gr\u00fcbeln zuschauen? Oder sind sie seine eigene Reue, seine eigene Wehmut?<br \/><br \/>Die Inszenierung der Regisseurin Nora Bussenius begibt sich in Zwischenwelten: zwischen Narkose und Aufwachen, zwischen rauschhafter Geisterwelt und der Banalit\u00e4t allt\u00e4glicher Begierden. Ein liminaler Zustand also, ein undurchdringliches Nicht-mehr-Leben und Noch-nicht-Sterben. B\u00fchnenbildnerin Lara Bel\u00e9n Jackel hat <em>die <\/em>deutsche Trag\u00f6die in ein steril-wei\u00dfes Setting \u00fcbersetzt, das viele aus eigenen Krankenhausaufenthalten oder -besuchen kennen: Wer hier landet, zum Heilen oder Sterben, findet nichts Gem\u00fctliches, sondern ein Erleben, das sich seiner eigenen Wahrhaftigkeit nie ganz sicher sein kann. So liegt auch Faust da, sich selbst, seinen Erinnerungen und dem Willen des medizinischen Personals ausgeliefert.<br \/><br \/>Diese fr\u00fche \u00bbFaust\u00ab-Fassung vom jugendlichen Goethe besticht durch eindringliche, unmittelbare Sprache. Hier steht nicht der Pakt mit dem Teufel im Mittelpunkt, sondern die Trag\u00f6die um Faust und Gretchen: eine unm\u00f6gliche Liebesgeschichte, die nicht nur an ihrer Minderj\u00e4hrigkeit scheitern muss. Gretchen, im Grunde selbst noch Kind, begehrt, liebt und leidet. Sie bricht aus sexualfeindlicher Tugend und gesellschaftlicher Norm aus und wird schlie\u00dflich zur M\u00f6rderin ihres eigenen Kindes \u2013 oder doch nicht? Jedenfalls: Gretchen ist hier nicht nur Projektionsfl\u00e4che, sondern eine vielseitige und autarke Frauenfigur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der alte Faust ist zerrissen. Schwankend zwischen Leben und Tod \u2013 lebensm\u00fcde \u2013 sucht seine Vergangenheit ihn heim. Es ist ein unwirklicher Zustand im flackernden Neonlicht eines Krankenzimmers, in dem Faust erwacht. Tr\u00e4umt er, dass Mephisto h\u00f6chstpers\u00f6nlich sich zu ihm aufs Bett setzt und von den Abgr\u00fcnden des Daseins erz\u00e4hlt? Sind seine beiden j\u00fcngeren Wiederg\u00e4nger&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":13482,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"portfolio_category":[635],"portfolio_tag":[717,715,791],"class_list":["post-13481","portfolio","type-portfolio","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio_category-theatre","portfolio_tag-people","portfolio_tag-portrait","portfolio_tag-theatre"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio\/13481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio"}],"about":[{"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/types\/portfolio"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13481"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio\/13481\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13483,"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio\/13481\/revisions\/13483"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_category?post=13481"},{"taxonomy":"portfolio_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/andreleischner.de\/WP\/wp-json\/wp\/v2\/portfolio_tag?post=13481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}